Eine Checkliste für Junganwälte – die ersten Werbemaßnahmen zur Mandanten-Akquise

von David Jerman, Diplom-Jurist

1. Das richtige Rechtsgebiet

Zunächst sollte man sich mit der Frage auseinandersetzen, welches bzw. welche Rechtsgebiet(e) man betreuen will. Dabei ist zu beachten, dass der Einstieg je nach Rechtsgebiet unterschiedlich schwer ist und man nicht in jedem Rechtsgebiet – zumindest zu Beginn – wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Denn die Konkurrenz ist gerade in den beliebten Rechtsgebieten sehr groß! Es empfiehlt sich daher, sich auf einen speziellen Teilbereich zu konzentrieren, bei dem der Markt noch nicht so gesättigt ist.

Die meisten Fachanwälte gibt es aktuell im Arbeitsrecht (9.424 Rechtsanwälte), Familienrecht (8.967 Rechtsanwälte) und Steuerrecht (4.795 Rechtsanwälte). Hingegen ist das Agrarrecht (118 Rechtsanwälte), das Transport- und Speditionsrecht (166 Rechtsanwälte) und das Urheber- und Medienrecht (226 Rechtsanwälte) bisher mit den wenigsten Fachanwälten ausgestattet (Quelle: Fachanwaltsstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer vom 01.01.2013). Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Mandanten Fachanwälte bevorzugen. Wenn dies noch mit einer entsprechenden Berufserfahrung gekoppelt wird, hat man als Junganwalt nur wenig Chancen gegen einen Fachanwalt. Zwar kann die Wahl eines Rechtsgebietes richtungsweisend für die berufliche Zukunft sein, dennoch trifft man an dieser Stelle keine endgültige Entscheidung. Denn zu Beginn der anwaltlichen Tätigkeit sollte die eigene Existenzsicherung im Fokus stehen; Interessensschwerpunkte können immer noch nach einer beruflichen Festigung anvisiert werden.

2. Der richtige Kanzleistandort

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Existenzgründung ist der richtige Kanzleistandort. Bekanntermaßen sucht ein potenzieller Mandant am liebsten eine Kanzlei an einer bekannten Adresse auf, denn wer sich Räumlichkeiten in einer guten Gegend leisten kann, muss – aus Sicht des Mandanten – erfolgreich sein. Das Büro muss aber trotz guter Lage nicht zwingend teuer sein. Denn es gibt eine Vielzahl von Mietbüros, die an prominenten Adressen angemietet werden können. Dabei haben Sie die Wahl zwischen möblierten oder nicht möblierten Büros, deren Größe Sie meist quadratmeterweise festlegen können. Diese können Sie für einen beliebigen Zeitraum buchen und wahlweise auch ein hinzubuchbares Konferenzzimmer nutzen. Die Mietbüros machen in der Regel einen äußerst seriösen Eindruck und sind vor allem bei kleineren Mandaten empfehlenswert. Für die Mandatsakquise, die Unternehmer zum Ziel hat, muss man sich fragen, ob diese Art von „Stundenbüros“ nicht unter Umständen einen eher negativen Eindruck bei den potentiellen Mandanten hinterlassen könnte.

Bevor man sich aber die Frage nach der richtigen Gegend stellt, sollte man sich mit den Rechtsanwalts-Zulassungszahlen einzelner deutscher Städte auseinandersetzen und in Erwägung ziehen, ob man unter Umständen bereit wäre, seine berufliche Existenz in einer anderen Stadt aufzubauen. Denn ein späterer Umzug ist deutlich aufwändiger als man denkt! Die meisten Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen gibt es in München mit 20.301 Rechtsanwälten. Damit versorgt ein Rechtsanwalt in der Bayerischen Hauptstadt etwa 68 Münchner. Auf Platz 2 findet man Frankfurt / Main mit 17.839 Rechtsanwälten gefolgt von Hamm mit 13.742 Rechtsanwälten. Die Bundeshauptstadt Berlin ist wider Erwarten auf Platz 4 mit „nur“ 13.459 Rechtsanwälten (Quelle: Statistik über die Zulassungszahlen der Rechtsanwälte im Bundesgebiet vom 01.01.2013). Selbstverständlich sollten die absoluten Zulassungszahlen kein ausschlaggebendes Kriterium für die Wahl des Standortes sein, denn hierzu muss insbesondere auch die Einwohnerzahl und der Beratungsbedarf berücksichtigt werden. Aber zumindest sollte man sich über die Konkurrenzdichte im Klaren sein.

3. Die richtige Einrichtung der Kanzlei

Wenn man sich für eigene Kanzleiräume entscheidet, sollte man auf eine seriöse und ansprechende Einrichtung achten. Es empfiehlt sich, auf günstige Bilder an den Wänden zu verzichten und stattdessen Gemälde oder Fotos von mehr oder weniger bekannten Künstlern zu verwenden. Erfahrungsgemäß reagieren Künstler auf Kanzleianfragen aufgeschlossen, denn auch für sie stellt dies eine willkommene Möglichkeit dar, ihre eigene Bekanntheit zu steigern.

4. Die richtige Website

Bereits zu Beginn Ihrer Karriere als selbstständiger Anwalt sollten sie sich eine eigene Website einrichten. Denn die eigene Website ist im 21. Jahrhundert fast wichtiger geworden als die eigene Visitenkarte. Dabei sollten sie auf einen seriösen Gesamteindruck achten.

Der Inhalt einer Website kann so vielseitig sein, wie es unterschiedliche Rechtsgebiete gibt. Zum Kern der wichtigsten Inhalte gehören neben einer Darstellung der Kanzleischwerpunkte auch persönliche Bilder. Damit haben Sie zumindest einen Grundinhalt online, der nach außen einen Wiedererkennungswert schafft. Damit Ihre Website aber auch interessanten Mehrwert für Ihre Mandanten bietet, sollten Sie fachspezifische Inhalte verständlich aufbereiten. Sie können zum Beispiel Urteilsbesprechungen schreiben oder Verhaltensanleitungen für bestimmte Szenarios veröffentlichen. Denkbar sind auch Artikel, in denen Sie abstrakt darstellen, wie Sie in welchen Fällen helfen können. Wenn Sie Ihre Website regelmäßig mit aktuellem Inhalt füllen, zeigen Sie Ihren Mandanten nicht nur, dass Sie kompetent sind, sondern auch, dass Sie fachlich immer auf dem neuesten Stand sind.

Damit Ihre Website mehr als nur eine bessere Visitenkarte ist, ist es entscheidend, dass Sie bei Google auch gefunden werden. Dafür sollten Sie unbedingt einen Teil Ihrer Kapazität oder Ihres Budgets in Suchmaschinenoptimierung investieren. Denn gerade zu Zeiten, wo jeder ein Smartphone in der Tasche hat und schnell mal „Rechtsanwalt Mietrecht“ googelt, ist die Gefahr groß, dass sich Ihre potenziellen Mandanten für einen anderen Anwalt entscheiden, wenn sie Sie im Internet nicht finden können. Für eine gute Suchmaschinenoptimierung ist es zum einen wichtig, dass Sie auf Ihrer Website suchmaschinenrelevante Schlagwörter verwenden. Wenn Sie aktuelle Urteilsbesprechungen oder Verhaltensanweisungen veröffentlichen, geschieht das allein. Denn wenn Sie einen Artikel über die neueste höchstrichterliche Entscheidung im Verkehrsrecht schreiben, verwenden Sie automatisch die themenrelevanten Schlagwörter. Neben den Schlagwörtern, welche der potentielle Mandant googeln könnte, ist es auch entscheidend, dass Sie möglichst viele Artikel auf Ihrer Website haben und – wenn möglich – auch Backlinks auf Ihre Website sammeln. Dabei handelt es sich um Links von anderen Websites auf Ihre Website. Diese wertet Google als Empfehlungen Dritter und listet Sie dadurch höher in den Suchergebnissen.

Da Google aber in regelmäßigen Abständen seinen Suchalgorithmus ändert, sollten Sie bei der Suchmaschinenoptimierung unbedingt immer auf dem neuesten Stand sein.

Gern stehen wir Ihnen hier als Werbeagentur beratend zur Seite, erstellen Ihnen ein Gesamtkonzept und führen anschließend sowohl die Onpage-Maßnahmen als auch das Linkbuilding durch. Weitere Informationen zur Suchmaschinenoptimierung finden Sie hier:

4. Die richtigen Werbemaßnahmen

Gleich zu Beginn Ihrer anwaltlichen Tätigkeit sollten Sie sich auf die Öffentlichkeitsarbeit konzentrieren, um Ihre Bekanntheit zu steigern. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich in kostenlose Anwaltsverzeichnisse einzutragen. Außerdem sollten Sie jede Gelegenheit wahrnehmen, Interviews zu Rechtsfragen zu geben oder Beiträge für Internetforen oder Zeitungen zu verfassen. Dadurch stellen Sie Ihre juristische Kompetenz in den Vordergrund und schaffen Vertrauen bei Ihren potentiellen Mandanten.

Eine weitere Möglichkeit, für sich zu werben, ist die Teilnahme an Messen oder die Veranstaltung von Vernissagen. Letzteres ist natürlich nur möglich, wenn Ihnen eigene Büroräume zur Verfügung stehen.

Sie sollten sich auch fragen, ob Sie neben einer eigenen Internetseite auch einen Facebook oder Google Plus – Account anlegen möchten. Denn vor allem jüngere Mandanten suchen unter Umständen Ihren Anwalt über soziale Netzwerke, entweder durch Empfehlungen von Freunden oder durch die einfache Suche im Netzwerk. Wichtig hierbei ist, dass Sie durch soziale Netzwerke stetig den Kontakt zu Ihren Mandanten halten. Dies kann sich positiv, aber leider auch negativ auf Ihre Geschäftsbeziehung auswirken. Denn einerseits ist durch die aktive Teilnahme an einem sozialen Netzwerk die Trennung zwischen Privatem und Beruflichem deutlich schwieriger und zum anderen hält man dadurch möglicherweise auch den Kontakt zu unzufriedenen Mandanten. Zudem muss eine Facebook- oder Google Plus-Seite deutlich regelmäßiger gepflegt werden als Ihre eigene Website, da der Zeitpunkt der letzten Aktualisierung bei sozialen Netzwerken deutlich transparenter als bei Webseiten ist und soziale Netzwerke von Natur aus auf den stetigen Kontakt angelegt sind.

Sie können aber nicht nur online für Ihre anwaltliche Tätigkeit werben, sondern auch in klassischen Medien wie denBahnhaltestellen, wo Ihre Werbung auf eine Vielzahl an Menschen trifft. Sie sollten jedoch beachten, dass es hierbei schnell zu hohen Kosten kommen kann, zumal Sie den gleichen Effekt unter Umständen mit kostenlosen oder zumindest günstigeren Angeboten im Internet erzielen können

Bei alledem sollten Sie jedoch beachten, dass die anwaltliche Werbung in den letzten Jahren zwar liberalisiert wurde, jedoch weiterhin standesspezifischen Einschränkungen unterliegt. Sie dürfen also nach wie vor nicht so offensiv für sich werben, wie es beispielsweise Elektronikfachgeschäfte dürfen!

5. Die ständige Erreichbarkeit

In Deutschland des 21. Jahrhunderts wird eine ständige telefonische Erreichbarkeit des Anwalts durch seinen Mandanten erwartet. Hierzulande ist es eher unüblich, dass ein Rechtsanwalt über einen längeren Zeitraum für seinen Mandanten nicht erreichbar ist. Anders zum Beispiel in Frankreich, wo es die Regel ist, dass ein Maître en droit „dem Mandanten nicht zu Verfügung steht“.

Daher muss man sich zwangsläufig mit der Frage auseinandersetzen, wie man die ständige Erreichbarkeit als einzelner Junganwalt gewährleistet ohne auf ein Privatleben zu verzichten oder eine teure Bürokraft anzustellen. Gerade hierauf haben sich viele Telefondienste spezialisiert, die Sie über eingehende Anrufe per E-Mail informieren oder auch auf Wunsch auch direkt durchstellen. Durch ihr kompetentes Auftreten machen die Telefondienste einen seriösen Eindruck bei Ihren Mandanten. Dadurch gewährleisten Sie eine ständige Erreichbarkeit und können sich voll auf Ihre anwaltliche Tätigkeit konzentrieren.

4. Kosten der Existenzgründung

Der erfolgreiche Start ins Anwaltsleben ist leider nicht ohne ein gewisses Investitionsvolumen zu erreichen. Denn bevor man durch die Bearbeitung von Mandaten Geld verdienen kann, muss man zuvor auf sich aufmerksam machen und es sollte zumindest die grundlegende Infrastruktur für die Bearbeitung von Mandaten stehen. Wenn man sich hierbei aber aufs Wesentliche konzentriert, sollten die Investitionskosten überschaubar bleiben.

Bevor Sie also mit der anwaltlichen Tätigkeit beginnen, sollten Sie die Kosten der ersten beiden Berufsjahre kalkulieren, um sich das finanzielle Gesamtrisiko vor Augen zu führen. Dabei wird auch schnell klar, was notwendig ist und worauf zunächst verzichtet werden kann. Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie Ihrem „Unternehmen Rechtsanwalt“ eine gewisse Anlaufzeit einräumen müssen, in der Ihr Mandantenstamm wachsen kann. Sollten Sie bei der Existenzgründung finanzielle Unterstützung benötigen, empfiehlt es sich, Kontakt zu Darlehensgebern wie der KfW oder der Bundesagentur für Arbeit aufnehmen. Dort können Sie einen Gründungkredit aufnehmen, der Ihnen den Start ins Berufsleben erleichtern sollte.

Bei Interesse können wir Ihnen gern ein individuelles Angebot zusammenstellen!

Buse & Grunst GmbH

 

 

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